Usability

Usability: Die Kunst der intuitiven Benutzerführung

Mit Usability wird allgemein die Gebrauchstauglichkeit von Produkten beschrieben. Im Zusammenhang mit dem Internet wird der Begriff auf die Benutzerfreundlichkeit von Webseiten präzisiert. Ziel der Usability ist es, Internetauftritte so zu gestalten, dass der Anwender sie intuitiv nutzen kann und gesuchte Informationen schnell findet. Idealerweise gelingt dies auf allen aktuellen Endgeräten.

WAS DER BENUTZER SIEHT

Lange Ladezeiten, Shops mit unauffindbaren Warenkörben oder das Fehlen prominenter Funktionen sind häufig zu beobachtende Mängel bei Webseiten, die nicht auf Usability optimiert wurden. Neben einer sorgfältigen Planung helfen Funktionstests, diese Schwächen zu entlarven. Eine der ersten Routinen ist dabei die Darstellung auf unterschiedlichen Monitorgrößen, um vom Desktop über das Tablet bis zum Smartphone sämtliche Displaygrößen zu bedienen. Gleichfalls sollen Ladezeiten möglichst kurz ausfallen, um einen schnellen Seitenaufbau selbst bei langsamer Datenverbindung sicherzustellen.

Zu unseren Kernaufgaben gehört es, die Gestaltung so anzulegen, dass sie auf allen Browsern einwandfrei darstellbar ist und die wichtigsten Informationen im Fokus stehen. Dafür setzen wir Webtechniken ein, die über einen weiten Verbreitungsgrad verfügen und bei der Mehrheit der Anwender anzutreffen sind. Ein übersichtliches Design mit klaren und überschaubaren Inhalten erleichtert die Orientierung für den Nutzer. Die wohlüberlegte Gliederung der Unterseiten ist dabei ebenso selbstverständlich wie eine sinnvoll geordnete Linkstruktur.

IM HINTERGRUND

Neben der grafischen Gestaltung von Webseiten kann eine seriöse Webagentur im Quellcode Maßnahmen für die Benutzerfreundlichkeit ergreifen. Links, die per Tab in logischer Reihenfolge anzusteuern sind, zählen ebenso dazu wie das Hinterlegen von Informationen als Alt- und Title-Attribute bei Bildern. Sie erläutern die Abbildung und erscheinen nicht in der Darstellung. Allerdings profitieren Menschen mit Sehbehinderungen davon. Dieser Teil Ihrer Zielgruppe nutzt die Vorlesefunktion, um am Internet teilzuhaben. Alle Angaben, die nur bildhaft oder als Grafik vorliegen, bleiben ihnen ohne diese Beschreibungen verborgen.

Darüber hinaus gewinnen praktisch alle Anwender von einem kontrastreichen Design, das selbst bei schlechten Lichtverhältnissen noch optimal lesbar ist. Auf Wunsch legen wir gerne weitere Darstellungsvorgaben an, die User mit Sehbeeinträchtigungen per Klick aufrufen können. So sorgen wir dafür, dass Ihre Webinhalte für alle Menschen nutzbar sind. Sind solche Alternativen vorhanden und wurden zusätzliche Kriterien eingehalten, spricht der Fachmann von der „barrierefreien“ Webgestaltung.

MUSTERGÜLTIGE BENUTZERFREUNDLICHKEIT

Zu den bekanntesten Vertretern in puncto gelungener Usability zählen Google, Amazon und eBay. Im direkten Vergleich fällt auf, dass alle drei auf Inhalte vor weißem Hintergrund setzen. Der User sieht die relevanten Informationen dort, wo er sie erwartet: das Logo des jeweiligen Anbieters steht oben, die Suchfunktionen befinden sich ebenfalls dort, und am Fuß der Seite sind die Links zu wichtigen Unterseiten untergebracht. Der Gesamteindruck wirkt aufgeräumt. Der Gestaltung liegen Untersuchungen zugrunde, die sich mit dem Nutzerverhalten befassen.

Gelingt es, die Webgestaltung den Erwartungen der Anwender anzupassen, führt dies zu einer längeren Verweildauer und reduziert die Seitenabbrüche. Beides zählt zu den Kriterien, die Suchmaschinen berücksichtigen, um die Position einer Website auf den Suchergebnisseiten festzulegen. Im E-Commerce kann die Benutzerfreundlichkeit die Konversionsrate maßgeblich beeinflussen. Wenn beim Bestellvorgang also besonders häufige Seitenabbrüche auffallen, liegt es vermutlich an der Usability und nicht am Produkt.

Steffen Schreiber verantwortet als einer der beiden Geschäftsführer der Klicktivisten GmbH insbesondere die Ressorts Recht und Marketing. Fragen zu diesem Artikel senden Sie gern an steffen.schreiber@klicktivisten.de