Lizenzen

Lizenzen: Das ist erlaubt, das ist verboten

Als Erlaubnis, bestimmte Dinge zu tun, die sonst verboten sind – so lässt sich der aus dem Lateinischen stammende Begriff „Lizenz“ übersetzen. Im Zusammenhang mit Werbung im Allgemeinen und Webtechnologie im Besonderen haben Lizenzen natürlich eine besondere Bedeutung, denn nicht zuletzt bei der Nutzung von Software, Bildern, Videos oder auch Skripten können Lizenzen eine wichtige Rolle spielen.

LIZENZEN – VERSCHIEDENE VARIANTEN ÜBLICH

Grundsätzlich handelt es sich bei Software, Fonts, Bildern und Bewegtbildern, Tonwerken, Videos oder Skripten um Ergebnisse aus kreativer Arbeit, die durch das Urheberrechtsgesetz (UrhG) geschützt sind. Eine Lizenz wiederum legt demnach die Regeln fest, nach denen der Urheber sein Einverständnis zur Nutzung und Verwertung gibt. Zu den im Lizenzvertrag fixierten Eckpunkten gehören beispielsweise die Art und der Umfang der Nutzung, aber eben auch Einschränkungen – zum Beispiel hinsichtlich des Zwecks oder des Ortes der Nutzung. Ein Lizenzvertrag besteht regelmäßig aus der genauen Beschreibung des Produktes, den Bedingungen der Annahme und eventuellen Garantiebestimmungen. Darüber hinaus können weitergehende Vereinbarungen getroffen werden, beispielsweise zur Implementierung, Vertraulichkeit und natürlich zu den Zahlungsbedingungen.

OPEN-SOURCE-SOFTWARE ODER ANDERWEITIGE FREEWARE

Auch wenn die sogenannte Freeware in der angebotenen Version kostenlos zu nutzen ist, heißt das nicht, dass sie uneingeschränkt zu nutzen ist. Beispielsweise dürfen eventuell keine zusätzlichen Codes oder Veränderungen eingefügt werden, der Urheber genießt immer Schutz im Sinne des UrhG und muss unter Umständen erwähnt werden. Die Unterscheidung in halbfreie und freie Lizenzen für Software-, Text-, Bild- und Tonwerke setzt sich deswegen sukzessive durch. Eine wirklich freie Lizenz kann dementsprechend kurz ausfallen, wie zum Beispiel die Formulierung „Do what the fuck you want to“, die auf eine uneingeschränkte Verwendung schließen lässt. Ausschlaggebend sind allerdings immer die Details in der jeweiligen Lizenzvereinbarung.

PROPRIETÄRE SOFTWARE ODER GRAFIK-ANGEBOTE

Diese Angebote dürfen nur sehr stark eingeschränkt wieder- oder weiterverwendet werden, darüber hinaus werden Änderungs- und Anpassungsmöglichkeiten restriktiv beschnitten. Geschützt werden diese Rechte des Urhebers in der Regel durch Patente und das Urheberrecht, aber eben auch durch Lizenzvereinbarungen sowie geheim gehaltene Quellcodes oder Informationen zum Aufbau. Diese Vorgehensweise wird aber über die Software hinaus auch bei Grafiken, beispielsweise Vektorgrafik oder Fonts, angewendet – was die Nutzung durchaus erschweren kann. Proprietäre Software wird deswegen nicht ohne Grund auch als „unfreie Software“ bezeichnet.

PROBLEME NACHHALTIG VERMEIDEN

Das Thema Lizenzen ist ein komplexes, da es schon allein für den Bereich der Open-Source-Software rund 30 Standardvereinbarungen gibt, die naturgemäß von zahllosen individuellen Verträgen ergänzt werden. Wenn wir unsere Leistungen erbringen, prüfen wir selbstverständlich die vertraglichen Einzelheiten und vereinbaren rechtssichere Lizenzen für unsere vielfältigen Kunden. Als Spezialist für Webtechnologie haben wir hier zwangsläufig nicht nur profunde Erfahrungen, sondern auch das einschlägige Know-how, um unseren Auftraggebern diesen Aufwand zuverlässig und professionell abzunehmen.

Dalibor Stojanovic verantwortet als einer der beiden Geschäftsführer der Klicktivisten GmbH insbesondere die Technologie und E-Commerce. Fragen zu diesem Artikel senden Sie gern an dalibor.stojanovic@klicktivisten.de