Joomla! CMS

Joomla! Das sympathische CMS stellt sich vor

Joomla! – das bekannte Programm mit dem markanten Ausrufungszeichen – ist aus der Welt der Webseitenentwicklung mit Content Management Systemen nicht mehr wegzudenken. Es eignet sich insbesondere für kleinere bis mittelgroße Webprojekte und besticht vor allem durch seine einfache Bedienung. Das Suaheli-Wort „Jumla“ („alle zusammen“) ist der Namensgeber für dieses große und umfassende Projekt, das als Open Source frei verfügbar ist.

VON MAMBO ZU JOOMLA!

Joomla wurde erstmals im Jahr 2005 veröffentlicht und ging aus dem Projekt „Mambo“ hervor. Joomla ist in der Programmiersprache PHP geschrieben und benutzt als Datenbanksystem MySQL. Weil die meisten Hosting-Pakete PHP und MySQL zur Verfügung stellen, ist ein auf der Basis von Joomla erstelltes Webprojekt in der Regel problemlos zu veröffentlichen. Träger des Joomla-Projekts ist der in den USA ansässige Verein OSM (Open Source Matters).

OFFEN FÜR ALLE

Joomla liegt als offene Quellsoftware vor (GNU General Public License), ist also für jedermann kostenlos verfügbar. Aufgrund der Beliebtheit dieses Content Management Systems (neben den anderen bekannten CMS wie WordPress, Drupal, Typo3 oder Redaxo hat Joomla einen Marktanteil von weltweit 11 Prozent) ist auch die Community extrem groß und aktiv. Viele Unternehmen – so wie wir – unterstützen die Entwicklung von Webseiten auf der Basis von Joomla und leisten einen professionellen Support.

ÜBERSCHAUBAR UND TROTZDEM LEISTUNGSFÄHIG

Was sind die Anwendungsbereiche von Joomla? Im Gegensatz zu Typo3 oder Drupal, die einen etwas höheren Lernaufwand erfordern, kann man sich die Grundprinzipien von Joomla relativ schnell aneignen. Schon sehr bald entstehen ansprechende Webseiten mit einem großen Funktionsumfang. Auch das Rechtesystem, das im Vergleich zu Typo3 oder Drupal eher überschaubar ist, steht der schnellen Entwicklung einer Internetpräsenz – besonders für kleinere und mittlere Unternehmen – nicht im Weg. Die Kehrseite dabei ist, dass das Modulangebot etwas geringer ausfällt. Aber auch Onlineshops sind mit Joomla möglich.

TYPISCH JOOMLA!

Wofür ist das CMS Joomla besonders bekannt? Zufriedene User verweisen immer wieder auf die einfache Bedienung des Systems. Mit ein paar zielgerichteten Klicks und wenig Vorwissen sind vorzeigbare Webprojekte in kurzer Zeit zu verwirklichen. Im Wesentlichen sind es die folgenden Vorteile, die Joomla so beliebt machen:

  • Intuitive Benutzeroberfläche, die eine schnelle Einarbeitung ermöglicht
  • Bereitstellung von Features für Webshops (Bestellmanagement und E-Commerce)
  • Integrierte Einstellungen für die Suchmaschinenoptimierung
  • Einfache Verwaltung von Bilddateien durch eine übersichtliche Ordnerstruktur

SEO LEICHT GEMACHT MIT JOOMLA!

Bei Joomla beginnt die Optimierung der Website für Suchmaschinen bereits mit der Konfiguration des Systems. So kann man mit einem einfachen Haken bei „Suchmaschinenfreundliche URL“ dafür sorgen, dass die Keywords für einzelne Seiten bereits in der Adresse enthalten sind – ein wesentlicher SEO-Gesichtspunkt, der Pluspunkte für das Ranking bei Google gibt.

BELIEBT BEI KMU

Joomla ist besonders für kleine bis mittlere Unternehmen interessant, die nicht über größere IT-Ressourcen verfügen. Joomla kann einfach installiert werden, ist ohne große Spezialkenntnisse im Browser bedienbar und stellt vor allem eine vielfältige Auswahl von Layouts und Templates zur Verfügung. Wer auf ein umfangreiches Redaktionssystem mit differenzierten Rechten (wie zum Beispiel bei Typo3) verzichten kann, ist deshalb sehr gut beraten, das bewährte CMS Joomla einzusetzen.

MÖGLICHE PROBLEME

Joomla ist sehr beliebt – deshalb ist es häufig auch eine Zielscheibe für Angriffe. Hier spielen insbesondere sogenannte Defacements eine wichtige Rolle, also bewusste Entstellungen des Aussehens einer Website, zum Beispiel durch das Einfügen überdimensionierter Bilder. Die Sicherheit von Joomla ist aber nicht signifikant niedriger als bei anderen Anwendungen. Zudem sind Defacements nicht in der Lage, langfristig schädliche Programme zu verbreiten. Auch Erweiterungen von Joomla (zum Beispiel Onlineshop-Lösungen) können Schwierigkeiten hervorrufen. Bei einigen kostenpflichtigen Extensions gibt es lizenzrechtliche Streitigkeiten. Derartige Probleme tauchen bei Content Management Systemen jedoch typischerweise auf und beschränken sich nicht auf Joomla.

WOFÜR EIGNET SICH JOOMLA!?

Wer sich für Joomla entscheidet, sollte sich bewusst sein, dass dieses CMS Grenzen hat. Wenn von Anfang an klar ist, dass die Inhalte des Projekts nicht von mehreren Redakteuren geliefert werden und der Gesamtumfang der Internetpräsenz überschaubar bleibt, ist Joomla erste Wahl. Wer Wert auf eine klar strukturierte Rechtevergabe legt, die für große Redaktionssysteme passt, sollte eher Typo3, Drupal oder Redaxo in die engere Wahl ziehen. Aber Joomla hat sich nicht ohne Grund weltweit bewährt und sich deshalb einen Spitzenplatz unter den Content Management Systemen gesichert.

Dalibor Stojanovic verantwortet als einer der beiden Geschäftsführer der Klicktivisten GmbH insbesondere die Technologie und E-Commerce. Fragen zu diesem Artikel senden Sie gern an dalibor.stojanovic@klicktivisten.de