Typo3 CMS

Das Flaggschiff unter den CMS im Fokus: Typo3

Unter den vielen Content Management Systemen (CMS) wird im deutschsprachigen Raum besonders häufig die Open-Source-Software TYPO3 eingesetzt. Wir haben hier die wichtigsten Informationen darüber zusammengestellt, warum das so ist und welche die wichtigsten Vor- und Nachteile von TYPO3 im Vergleich zu anderen CMS wie REDAXO, WordPress oder Joomla! sind.

ENTSTEHUNG UND TECHNIK VON TYPO3

Unter den quelloffenen (Open Source) Lösungen für Content Management Systeme (CMS) gehört TYPO3 zusammen mit Drupal, WordPress, REDAXO und Joomla! zu den bekanntesten. Wie alle klassischen Open-Source-Produkte ist TYPO3 kostenlos, es fallen keine Lizenzgebühren an und der Anwender ist unabhängig von Herstellern (und deren Preispolitik).

Die Software wurde von dem Dänen Kasper Skårhøj entwickelt und im Jahr 1998 zum ersten Mal eingesetzt. Der Name TYPO3 entstand durch einen Tippfehler (englisch: typo), durch den der Entwickler einen Teil seiner Arbeit verlor. Die dritte Version des Programms war dann so erfolgreich, dass TYPO3 zum Namen der Marke wurde. TYPO3 CMS basiert auf der Skriptsprache PHP, der Datenbank MySQL und dem Webserver Apache. Als Datenbanken können neben MySQL auch PostgreSQL oder Oracle eingesetzt werden. Es wird auf einem Webserver installiert. Der Zugriff ist über alle gängigen Browser (Google Chrome, Mozilla Firefox, Opera und Internet Explorer bzw. Edge) möglich. Als Betriebssysteme werden sowohl Unix (zum Beispiel Linux) als auch Windows und Mac unterstützt.

Die Anwendung von TYPO3 gliedert sich in drei Hauptbereiche: die redaktionelle Bearbeitung von Webseiteninhalten, die Erstellung von Webseitendesigns mittels Templates und die Konfiguration des Programms mit der Metasprache TypoScript.

WAS MAN ÜBER TYPO3 WISSEN SOLLTE: ANWENDUNG UND WICHTIGE FUNKTIONEN

Wir haben hier die wichtigsten Punkte zusammengestellt, die TYPO3 zu einer der beliebtesten CMS im deutschsprachigen Raum machen: die Basisfunktionen, die vielfältigen Erweiterungen über Zusatzmodule, der Support und die Möglichkeit zur offiziellen Zertifizierung.

BASISFUNKTIONEN

TYPO3 bietet ausgereifte Basisfunktionen. Viele Features (Hochladen, Kopieren, Verschieben) sind per Drag-and-Drop im Browser einfach verwendbar. Das Anlegen von Verzeichnissen und Navigationsstrukturen ist ebenso einfach. Grafiken, Tabellen, Texte und externe Datenquellen lassen sich verarbeiten. Inhalte lassen sich zeitlich gesteuert ein- und ausblenden. Ebenfalls integriert: Suchfunktion, Bildbearbeitung, automatische Sitemap und ein guter Ansatz für ein mehrsprachiges Frontend. Über die Templates lassen sich Seitenaufbau und Formate einfach definieren.

ERWEITERUNGEN

Zu den Basisfunktionen kommen noch über 3000 Erweiterungsmodule, mit denen das TYPO3 CMS ideal auf alle individuellen Anforderungen angepasst werden kann. Das Spektrum ist riesig: Von Shop-Modulen über Diskussionsforen bis zu Gästebüchern, Newsletter-Versand oder Seitenstatistiken lässt sich alles sehr simpel über die Zusatzmodule einbinden.

ZERTIFIZIERUNG

Seit dem Jahr 2008 ist es möglich, sich ganz offiziell zum TYPO3-Experten zertifizieren zu lassen. Möglich ist die Zertifizierung als sogenannter „TYPO3 Integrator“, dessen Aufgaben vor allem die Template-Erstellung und die Konfiguration von TYPO3 sind. Das TYPO3 Certification Team arbeitet im Moment intensiv an der Entwicklung globaler Standards für TYPO3. In Kürze soll auch eine Zertifizierung zum TYPO3 Editor, Consultant und Entwickler verfügbar sein.

TYPO3 IM VERGLEICH ZU ANDEREN CMS: EINSATZGEBIETE UND HERAUSFORDERUNGEN

Für TYPO3 gilt heute: Die Software wurde immer stärker erweitert und ergänzt. Dadurch erhält man ein Produkt, das für fast alle Anwendungen sehr gute und umfassende Lösungen bietet. Negativer Nebeneffekt: Pflege, Bedienung, Wartung und Verwaltung sind relativ komplex. Deshalb stimmen wir uns mit unseren Kunden vorher genau über die personellen und finanziellen Kapazitäten ab. Auch wenn TYPO3 prinzipiell kostenlos ist, können Zusatzkosten entstehen, wenn erweiterte Server und erfahrene Programmierer benötigt werden. Unter Umständen ist es gerade in kleineren oder mittleren Unternehmen sinnvoller, wenn externe Experten das CMS konfigurieren, pflegen und auf dem aktuellen Stand halten. Wir beraten Sie gerne, ob TYPO3 das passende System für Ihr Unternehmen ist und wie wir Sie optimal unterstützen können.

Im Vergleich zu anderen CMS können wir zusammenfassend sagen: WordPress oder Joomla! sind sehr gut geeignet für Standardlösungen. TYPO3 empfehlen wir vor allem bei individuell anspruchsvolleren Lösungen. Der große Funktionsumfang und die variable Anpassung wiegen die komplexere Bedienung in solchen Fällen mehr als auf.

Dalibor Stojanovic verantwortet als einer der beiden Geschäftsführer der Klicktivisten GmbH insbesondere die Technologie und E-Commerce. Fragen zu diesem Artikel senden Sie gern an dalibor.stojanovic@klicktivisten.de